Lavater 2

A-1220 Wien

Realisierung

Projektteam: Michal Hadam, Leszek Liszka, Matthias Zeiringer, Flavia Mazzanti

Zusammenarbeit:
Bauherr: INVESTER United Benefits GmbH
Totalunternehmer: SWIETELSKY AG
Projektsteuerung: Baumanagement FORSTNER
ÖBA: BME Baumanagement
Statik & Bauphysik: KS Ingenieure
TGA Planung: ALL-PROJEKT
Brandschutz: IMS-Brandrat

Projektdaten:
26.750 m² Bruttogeschossfläche
11.500 m² Wohnnutzfläche / 251 Wohnungen
3.750 m² Gewerbefläche
129 PKW-Stellplätze in der Tiefgarage

Der Charakter des Wonkaplatzes und die nördlich angrenzende Wohnbebauung mit ihrer markanten Arkadierung bilden die Grundlage für die städtebauliche Gliederung. Gemäß der behördlichen Widmung unterteilt sich das Gebäude in ein durchgängiges Sockelgeschoss und eine aufgesetzte 5- bzw. 6-geschossige, U-förmige Bebauung.

Die 4,65 m hohe Sockelzone beinhaltet das Erd- und teilweise das Zwischengeschoss. Im Erdgeschoss befinden sich die Gewerbeflächen, die Anlieferung sowie die Müllräume. Das Zwischengeschoss befindet sich über den Müllräumen und beinhaltet ausschließlich die Einlagerungsräume.

Im Norden ist der Sockel von der Grundgrenze abgesetzt. Die Verglasungen der Geschäftsflächen finden hier ihre Fortsetzung und enden im öffentlichen Zugang der Freiflächen im 1. Obergeschoss. Entlang des Wonkaplatzes springt das Erdgeschoss um 3,00 m zurück und bildet so eine Arkade mit einer lichten Höhe von 4,65 m.

Das Nutzungskonzept sieht in der Sockelzone entlang des Wonkaplatz und der Erzherzog-Karl-Straße eine Reihe von Geschäftslokalen und Möglichkeiten zur gewerblichen Nutzung vor. Diese können der Nahversorgung und Attraktivierung der öffentlichen Zone dienen.

Die aufgesetzte U-förmige Bebauung beinhaltet 251 Wohnungen. Bei den Wohnungen handelt es sich überwiegend um Ein- bzw. Zweizimmer Wohnungen. In den Staffelgeschossen wurden zusätzlich Drei- und Vierzimmer Wohnungen, sowie vier Maisonetten eingeplant. Alle Wohnungen verfügen über großzügig dimensionierte Balkonflächen, Loggien oder Dachterrassen. Die obersten zwei Geschosse sind zurückgestaffelt.

Alle Geschoße sind über vier Treppenhäuser erschlossen, wobei ein Treppenhaus erst im 1. Obergeschoß beginnt. Die übrigen Treppenhäuser verbinden alle Ebenen. Die eingeschoßige Tiefgarage mit 129 PKW-Stellplätzen ist im Norden über die Garage des Nachbargebäudes erschlossen.

Der zentrale Freiraum des Bauvorhabens ist im Innenhof im ersten Obergeschoß situiert. Als fußläufiges Rückgrat dient eine markante Wegeführung in L-Form, die die angrenzenden Stiegenhäuser und Wohnungsanbindungen erschließt.

In Randlage schließen Eigengärten an die Gebäudekontur an, die mittels Betonmauern gefasst sind. Die darin untergebrachten Grünflächen sind gegenüber der Wegefläche erhöht und weisen Intensivbegrünungen auf.

Die in der Hofmitte gelegene Grünfläche ist ebenfalls als Intensivbegrünung konzipiert. Um die notwendige Aufbauhöhe dafür zu erreichen wird die Geländeoberkante um 45 cm angehoben, womit eine lineare, großzügige Sitzkante hin zur Wegfläche ausgebildet werden kann. Eine Erschließung der Grünfläche erfolgt über zwei breite Treppenführungen.

Punktuelle Substraterhöhungen ermöglichen die Unterbringung von Kleinbäumen.

Direkt an der Sitzkante positioniert ist eine Sandspielfläche für das Kleinkinderspiel. Abgesetzt davon, in der Raummitte, sind Spielgeräte für das Kinder- und Jugendspiel positioniert. Dieser Bereich ist als nutzungsoffener generationenübergreifender Spielraum konzipiert. Als räumlicher Abschluss und Puffer zu den Eigengartenflächen dienen intensivbegrünte Stauden- und Sträucherflächen.