Ekazent Hietzing

A-1130 Wien

Realisierung

Projektdaten:
Block A:
2.150 m² Bruttogeschossfläche
1.700 m² Bürofläche
300 m² Dachrestaurant

Block B:
3.800 m² Bruttogeschossfläche
1.670 m² Bürofläche
900 m² Verkaufsfläche

Das älteste Einkaufszentrum Wiens – ein Projekt mit Geschichte, das wir planerisch in die Zukunft geführt haben.

Das EKAZENT Hietzing wurde zwischen 1961 und 1964 als Pionierprojekt der Wiener Einzelhandelsarchitektur nach Plänen der Architekten Windbrechtinger errichtet. Im Auftrag des Bauherrn haben wir die umfassende Sanierungs-, Umbau- und Erweiterungsplanung für diesen geschichtsträchtigen Komplex abgeschlossen.

Vollständige Planungsexpertise (Phasen 1–9)
Unser Büro hat das Projekt über den gesamten Planungszeitraum hinweg begleitet. Wir zeichneten für sämtliche Projektphasen verantwortlich – von der ersten Vorentwurfsplanung über die detaillierte Einreich- und Ausführungsplanung bis hin zur abschließenden Bestandsdokumentation. Damit haben wir das fundamentale Gerüst für die erfolgreiche Modernisierung des Ensembles geschaffen.

Werterhalt trifft Moderne
Die Planung orientierte sich konsequent an der Formensprache des ursprünglichen Entwurfs von 1964. Im Mittelpunkt standen werterhaltende Maßnahmen, um den Bestand technisch und funktional auf heutige Standards zu heben:
Bestandssicherung: Konzepte zur behutsamen Sanierung der historischen Baukörper.
Modernisierung: Umfassende Planung der technischen Infrastruktur und funktionalen Abläufe.
Gezielter Zubau: Entwurf einer harmonischen Erweiterung unter Wahrung der charakteristischen Platzsituation.

Das Ergebnis der Planung
Durch unsere durchgängige planerische Betreuung wurde sichergestellt, dass das EKAZENT als markantes Zentrum Hietzings erhalten bleibt. Die neu strukturierten Geschäfts-, Büro- und Hotelbereiche sind nun optimal für die Anforderungen zeitgemäßer Nutzungen vorbereitet – ein Paradebeispiel für den respektvollen Umgang mit architektonischem Erbe in der Planung.

Der viergeschossige Riegel an der Westseite – Block A – wurde einer umfassenden Sanierung unterzogen, die sowohl die Fassade als auch die Erschließungsbereiche umfasst. Ab dem 3. Obergeschoss erfolgte eine vollständige Entkernung, um den Bestand als modernes Hotel neu zu strukturieren. Im zurückgestaffelten Dachgeschoss entstanden zusätzliche Hotelzimmer, die durch großzügige Freiflächen und einen beeindruckenden Ausblick über die Wiener Dächer bestechen.

Den nördlichen Abschluss des Ensembles bildet Block B. Nach Abschluss der Revitalisierung verfügt das Gebäude nun über vier oberirdische Geschosse. Im Zuge der Baumaßnahmen wurde das Erdgeschoss klar strukturiert und vollumfänglich saniert. Die baulich verfallenen Geschosse 1 und 2 wurden abgetragen und durch einen Neubau ersetzt, während das 3. Obergeschoss als zusätzlicher Zubau realisiert wurde. In Anlehnung an die bestehende Architektur des EKAZENT-Komplexes wurde die Fassade harmonisch angepasst und das Gebäude ab dem 2. Obergeschoss zurückgestaffelt. Die bewährte Nutzungskombination blieb dabei erhalten: Während im Erdgeschoss weiterhin Gewerbe- und Verkaufsflächen situiert sind, wurden in den Ebenen 1 bis 3 moderne Büronutzungen implementiert.