Kirchner Kaserne Süd

A-8010 Graz

Wettbewerb

Projektdaten:
42.800 m² Bruttogeschossfläche
30.360 m² Nettogrundfläche / 553 Wohneinheiten

Zusammenarbeit:
Landschaftarchitekten: SI Landschaftarchitektur ZT

Städtebauliches Konzept: Die Gartenwelle
Auf dem Areal der ehemaligen Kirchner-Kaserne entsteht ein hochwertiges Wohnquartier in einer großzügigen Parklandschaft. Das Konzept basiert auf vier Bauplätzen mit kompakten Clustern aus drei bis vier Baukörpern. Diese gruppieren sich um zentrale Plätze, die als soziale Treffpunkte fungieren. Durch differenzierte Gebäudehöhen und markante Staffelgeschosse wird eine optimale Belichtung aller Wohnräume garantiert – es entsteht die charakteristische „Gartenwelle“.

Gebäudetypologie & Wohnkonzept
Jeder Cluster vereint drei verschiedene Haustypen:
Punkthäuser: Kompakte Baukörper mit vier Eckwohnungen pro Etage um einen belichteten Erschließungskern.
Solitäre: Längsgezogene Gebäude in doppelter L-Struktur, deren Versatz Tageslicht in die Flure bringt.
Riegel: Rechteckige Baukörper mit zentraler Erschließung und effizienter Raumausnutzung.
Atriumhaus: Der soziale Anker am Quartiersplatz mit Café, Nachbarschaftsterrasse und offenem Laubengang.
Alle 122 Wohnungen sind barrierefrei adaptierbar und verfügen über großzügige Wohnküchen sowie private Freiflächen (Balkone, Loggien oder Terrassen).

Mobilität & Erschließung
Das Rückgrat des Quartiers bildet eine autofreie Nord-Süd-Promenade für Fußgänger und Radfahrer. Der motorisierte Verkehr wird konsequent am Nordrand abgefangen, wo sich die Zufahrt zur zweigeschossigen Tiefgarage sowie Carsharing-Plätze befinden. Jedes Gebäude verfügt zudem über eigene Fahrradabstellräume mit Doppelstock-Systemen im Erdgeschoss.

Freiraum & Soziales
Ein vernetztes Freiraumband verbindet das Quartier vom öffentlichen Park im Norden bis zu den Urban-Farming-Feldern im Süden. Während Kleinkinderspielplätze direkt an den Hauseingängen liegen, vernetzen großzügige Spiel- und Grillbereiche die Bauplätze untereinander. Der wertvolle Baumbestand wurde weitestgehend erhalten und durch klimaresiliente Arten wie Lederhülsenbäume und Feldahorn ergänzt.